Mikao UsuiMikao Usui wurde am 15. August 1865. Er lernte das Leben aus verschiedenen gesellschaftlichen Positionen heraus kennen. Seine Vielseitigkeit und seine Wahrheitssuche konfrontierten ihn schließlich mit der Frage:

"Was ist der Sinn des Lebens?"

Er stellte sich die Frage unerbittlich und existentiell und fand folgende Antwort: Der Sinn des Lebens ist, den absoluten unerschütterlichen Seelenfrieden in Harmonie und Urvertrauen zu realisieren.
Um diesen Zustand zu erreichen, trat er einem ZEN-Tempel bei.

Nachdem er drei Jahre mit Hingabe die ihm vorgeschriebenen Übungen und Meditationen praktiziert hatte, fühlte er sich dem ersehnten Ziel jedoch nicht näher gekommen. Verzweifelt fragte er seinen ZEN-Meister: Wie kann ich zur Erleuchtung gelangen? Die verblüffende Antwort war:  Zunächst einmal musst du sterben. (In allen alten Traditionen ist hiermit das Sterben des Ego gemeint.)
 
Mikao Usui verstand diese Aufforderung so, dass er sich auf den heiligen Berg Kurama (nahe Kyoto) begab und dort fastete. Dies geschah im März 1922. Mikao Usui war 57 Jahre alt. Gegen Mitternacht des 21. Tages des Fastens spürte er plötzlich einen Stoß, der ihn wie ein Donnerschlag auf den Kopf traf. Er verlor das Bewusstsein. Als er gegen Sonenaufgang wieder zu sich kam, empfand er dies wie ein nie zuvor erlebtes Erwachen.
 
An Körper und Seele völlig erfrischt, kam es ihm so vor, als wäre mit dem Schlag auf den Kopf die Ur-Energie des Universums in ihn eingedrungen. Er erlebte sich selbst nicht mehr als ein vom Rest der Welt getrenntes Einzelwesen, sondem er erlebte sich als Einheit der gesamten Existenz, als wahre Realität. 
 
Er hatte also sein Ego verloren, was die Trennung von Gott und der Welt aufhebt. Dieses wird als Erleuchtung bezeichnet. Spater, beim Abstieg vom Berg verletzte er sich an einem scharfkantigen Stein und riss sich seinen Fußnagel ab. Instinktiv· hielt er seine Hand über die stark blutende Wunde und zu seiner Überraschung spürte er einen warmen Energiestrom, die Blutung hörte auf, und er behielt noch nicht einmal eine Narbe zurück.
 
Zunächst behandelte er seine Familie und Freunde mit seiner neuen Fähigkeit. Die immer wieder rasch einsetzende Heilwirkung ermutigt ihn, sie auch an andere Menschen weiterzugeben. So gründete er im April 1922 - nur einen Monat nach seiner Erleuchtung in Tokio die Gesellschaft für die Usui - REIKI- Heilmethode. Diese "Gesellschaft" besteht noch heute und es wird nach wie vor die traditionelle REIKI-Methode nach Usui Sensei bewahrt.
 
Als sich im September 1923 das große Erdbeben in Tokio und Umgebung ereignete, brannte die Stadt fast vollständig nieder. Viele Menschen starben und die Häuser wurden größtenteils zerstört. Sensei Mikao Usui wurde durch seinen unermüdlichen Einsatz und seiner Heilerfolge im ganzen Land bekannt. Er wurde in verschiedene Städte eingeladen, wo er Menschen behandelte und Unterricht erteilte. Auf einer solchen Reise erkrankte und starb er am 9. März 1926 in Hiroshima.
 
In den 4 Jahren seiner REIKI-Tatigkeit bildete Sensei Mikao Usui ca.2000 Schüler aus, davon aber nur 21 bis zum Meistergrad.
Einer dieser Meister war Churtyo Hayashi (1899-1940), über dessen Schülerin Hawayo Takata (1900-1980) REIKI schließlich in den Westen gelangte.
 
Mikao Usui sah das Hauptziel der REIKI-Heilmethode nicht im Heilen von Krankheiten, sondern darin, sein Bewusstsein zu erweitern, um ein harmonisches und friedvolles Leben führen zu können.